SLIM - sustainable low impact mining

Bergau und Minen werden zum einen mit zunehmender Häufigkeit in siedlungsnahen Gebieten eröffnet zum anderen werden bereits bestehende von expandierenden Gemeinden umschlossen. Unvermeidbare Nebeneffekte von betrieblichen Felssprengungen wie beispielsweise Sprengerschütterungen und Steinflug gewinnen an Bedeutung. Zum Anrainerschutz beschränken in Europa Normen und Gesetze Sprengerschütterungen und -vibrationen. Die Betriebsplanung muss diese Richtlinien beachten und Sprengungen dementsprechend ausrichten, um Grenzwerte nicht zu überschreiten. Gegenwärtige Abschwächungsstrategien beinhalten Verringerung der Lademenge durch kleinere Bohrungen oder weniger Bohrlöcher pro Sprengung. Diese Maßnahmen basieren entweder auf Erfahrungswerten oder auf vereinfachten Modellen, welche zumeist keine spezifischen Informationen über die viskoelastische Oberfläche sowie Topografie beinhalten. Sie sind kostenintensiv und senken die Produktivität.

Mit SLIM werden Techniken der Wellenform Modellierung, welche bereits realistische Untergrundbeschreibungen beinhalten, in Kombination mit elektronischen Verzögerungszündern angewendet um an sensitiven Zielen eine Vibrationsminimierung zu erreichen.

Aus diesen Informationen wird ein System entwickelt um die Geometrie der Sprengung sowie die Zündanordnung günstig zu planen, sodass Amplituden und kritische Frequenzen an sensitiven Zielen minimiert werden. So wird ein Kompromiss zwischen wirtschaftlichem Bergbau und Umweltpolitik ermöglicht. Ein Abbau kann dadurch näher an sensitiven Orten betrieben werden und wodurch zuvor unwirtschaftliche Lagerstätten erschlossen werden.

This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme 2014-2018 under grant agreement No 730294.